Autor: Johannes Gangl B.Sc.
Bis auf Italien hat sich europaweit das Schlachtschweineangebot deutlich geändert.
Sogar in Spanien halten sich zunehmend Angebot und Nachfrage die Waage. Die Befüllung der Gefrierläger läuft ebenfalls auf Hochtouren, da vermehrt von zu erwarteten Preissteigerungen ausgegangen werden kann. Das Zeitfenster, um sich günstige Ware zu sichern, wird sich bald schließen. Erfreuliche Neuigkeiten sind auch aus Asien zu berichten. Das philippinische Landwirtschaftsministerium hat neue Regelungen zur Einfuhr von Schweinefleisch erlassen. Zentrales Element der Ende 2025 verabschiedeten Regelung ist ein Regionalisierungskonzept, dass die Anerkennung ASP-freier Zonen innerhalb exportierender Länder gemäß den Standards der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) ermöglicht. Für Länder wie Deutschland oder Spanien bedeute dies aktuell zwar keine sofortige Marktöffnung, schaffe aber erstmals den rechtlichen Rahmen für künftige Exporte aus nicht betroffenen Regionen. Die Exportchancen steigen dadurch, auch beispielsweise für Spanien und würden zukünftig Druck vom europäischen Markt nehmen.
In Österreich gibt es keine Überhänge mehr. Anfragen nach zusätzlichen Lieferungen an der Schlachthoframpe müssen immer öfter mit Absagen beantwortet werden. Trotz traditionell verhaltenem Fleischabsatz zur Faschingszeit, der diese Woche den Markt dominiert, erfrischt der Blick auf diese Entwicklung, die im Inn- und Ausland nicht mehr zu übersehen ist. Momentan sind die Marktverhältnisse ausgeglichen, weshalb an der Österreichischen Schweinebörse unverändert notiert wurde.