Autor: Johannes Gangl B.Sc.
Der Schlachtschweinemarkt stellt sich auch diese Woche ausgeglichen dar.
Das Angebot an der Schlachthoframpe bleibt rar. Der Bedarf der Schlachtunternehmen lässt sich gerade noch decken. Insgesamt läuft die Vermarktung zügig. Die Situation kann, trotz der Preisanstiege in den vergangenen Wochen, als stabil bezeichnet werden. Blickt man in Richtung Spanien, kann auch dort eine rege Nachfrage festgestellt werden. Das Kaufinteresse an schlachtreifen Schweinen nimmt stetig zu und die Durchschnittsgewichte sind zuletzt wieder gesunken. Zu beobachten ist ein stellenweises Zurückhalten, da in nächster Zeit Preissteigerungen vermutet werden. Der durch spanische Ware stark beeinflusste Markt in Italien erholt sich moderat.
In Österreich spiegelt sich eine ähnliche Situation wie bei unseren mitteleuropäischen Nachbarn wider. Teilweise zurückgehaltene Schlachtpartien gelangen diese Woche an den Schlachthaken. Das Durchschnittsgewicht unterstreicht diese Erkenntnis, denn nach dem rapiden Abwärtstrend liegt es nun seit vier Wochen zwischen 100 und 101 kg. Angebot und Nachfrage halten sich die Waage. Im Gespräch mit großen Schlachthofbetreibern wurde auch Verständnis signalisiert, dass die Preissteigerungen der vergangenen Wochen nötig waren, um bei den Landwirten im Durchschnitt wieder eine Vollkostendeckung zu erreichen. Vor diesen freundlichen, ausgewogenen Verhältnissen wurde an der Ö-Börse seitwärts notiert.