Autor: Johannes Gangl B.Sc.
Nachdem im Februar die enormen Überhänge von ca. 100.000 Schweinen abgebaut waren, konnte sich der Schweinemarkt erholen. Mit steigenden Aufschlägen wurde schrittweise die drastische Maßnahme der Reduktion von 15 Cent Anfang Jänner, welche negative Deckungsbeiträge nach sich zog, ausgeglichen. Viermal in Folge kam es zu einem Preisanstieg. Von Goldgräberstimmung konnte zwar nicht die Rede sein, jedoch wurde mit plus 27 Cent, ausgehend von der Basis im Jänner, wieder eine Vollkostendeckung erreicht. Vage blickte man über Ostern in Richtung Feiertage. Das Ostergeschäft verlief für die heimische Schlachtbranche sehr mager.
Die Feiertage im darauffolgenden April und Mai konnten die gewünschten Impulse nicht bringen und somit blieb der Fleischmarkt unbelebt. Regionale Unterschiede in der Schweineanmeldung in ganz Europa verhinderten mehrmals, dass die Preisentwicklung wieder Fahrt aufnimmt. Diese Verkettung von unglücklichen Umständen blockierte de facto das Durchbrechen der Osterflaute, die sich bis zu Christi Himmelfahrt „festgefressen“ hat. Nun kann man mit fast 100%iger Gewissheit davon ausgehen, dass das Pfingstgeschäft besser als das Ostergeschäft verlaufen wird. Positive Tendenzen können sich aller Voraussicht nach zwischen Pfingsten und Anfang Juli einstellen.
