Autor: Johannes Gangl B.Sc.
Der deutliche Notierungsrückgang am 10. Juni 2026 nahm in Deutschland etwas Spannung aus dem Markt.
Regionale Unterschiede bleiben jedoch bestehen, trotzdem agiert man im Handel noch vorsichtig. Die kurz bevorstehende Urlaubszeit lässt sich bezüglich des Inlandsgeschäfts schwer abschätzen. Spanien, dessen EU-Marktstrategie den Binnenmarkt im ersten Halbjahr gehörig aufgemischt hat, verzeichnet bereits hitzebedingte Einbußen bei den Tageszunahmen. Die Schlachtgewichte sinken und die Schlachthofseite reduziert Schlachttage.
In Österreich bemüht man sich mit Deutschland d’accord, den Preissturz zu verdauen. Sah man sich zuletzt einer scheinbar schwer bewältigbaren Angebotsmenge gegenüber, riss zur aktuellen Schlachtwoche das Überangebot ab. Verschobene Schlachtpartien ließen sich gut abarbeiten. Auch das durchschnittliche Schlachtgewicht bewegt sich bei ca. 99,5 kg, im Schnitt 1 kg weniger als im ersten Quartal. Im Fleischgeschäft hat sich die Angebotslage zusehends bereinigt. Im Handel mit Edelteilen verzeichnet man lediglich beim Schopf verhaltene Nachfrage. Vor diesem Hintergrund wurde an der Ö-Börse seitwärts notiert.