Autor: Johannes Gangl B.Sc.
Europaweit zeigt sich in dieser Woche ein wiederholtes Bild.
Während das Angebot an der Schlachthoframpe von ausgeglichen bis leicht rückläufig ist und auch hitzebedingte Einbußen bei den Tageszunahmen sichtbar werden, lassen sich selbst diese Mengen schleppend vermarkten. Das glücklicherweise moderate Angebot ist noch zu hoch. Der Appetit leidet gleichermaßen wie auch die Fresslust der Schweine. Forderungen nach weiteren Preisrücknahmen aus Deutschland konnte aufgrund der mehrheitlich ausgeglichenen Verhältnisse nicht stattgegeben werden. In Spanien setzt man weiterhin auf das Zurückfahren der Schlachtintensität, um auf die zähe Nachfrage zu reagieren.
In Österreich machen sich die hohen Temperaturen ebenfalls bemerkbar. Das durchschnittliche Schlachtgewicht sank diese Woche auf 99,3 kg. Der zu erwartende Übergang in die Urlaubszeit bedeutet im Gegenzug, dass die Hauptgrillsaison traditionell mit Mitte Juli zu Ende geht. Auch hierzulande ist zu viel Ware im Vergleich zur Nachfrage am Markt. Marktdruck durch turbulente Verschiebungen im Export kommt erschwerend hinzu. Zu hoffen bleibt, dass jegliches gesellschaftliche Event in diesem Zeitfenster reichlich Schweinefleisch auf die Teller bringt. Ernüchternd kommt es dem Marktanalysten vor, dass bei bestem Grillwetter, anders als üblich, die Nachfrage schwächelt und die Aussichten auf Preissteigerungen weiter in die Ferne rücken lässt. Vor diesem Hintergrund wurde an der Ö-Börse seitwärts notiert.