Autor: Johannes Gangl B.Sc.
In allen Regionen Europas, welche nicht vorwiegend zu den Urlaubs-destinationen zählen, herrschen im Vergleich zur Vorwoche unveränderte Marktverhältnisse. Zwar gibt es regional unterschiedliche Meldungen zu ausgeglichenen oder knappen Angebotsmengen, an der Schlachthoframpe bildet sich jedoch kein Stau mehr. Die Talsohle nach dem Notierungsrückgang in der KW 29 scheint erreicht und die Preise werden fester. In den südlichen Regionen hingegen ist die Nachfrage sehr hoch. Die Schlachtgewichte sinken stetig und Schlachttage müssen aufgrund fehlender Anmeldungen ausgesetzt werden.
In Österreich kann das frische Angebot zum Glück flott vermarktet werden. Reduzierte Anmeldungen im Einklang mit verhaltenen Tageszunahmen und sinkendem Schlachtgewicht, 98 kg in der KW 30, führen zum Rückgang der heimischen Ware. Umso ärgerlicher ist es, dass im Handel mit Schweinefleisch der Artikelreichtum aus Spanien in den österreichischen Großmärkten schier nicht abreißen will. Dieses Schicksal teilt Österreich mit seinem südlichen Nachbarn Italien, wo im Gegensatz zur Region nördlich des Brenners jeder Rüssel händeringend gesucht wird. Mitgliedsstaaten mit Exportschwierigkeiten versuchen ihre Ware günstig abzusetzen und verhindern, dass Schwung in das heimische Fleischgeschäft kommt. Vor diesem Hintergrund wurde an der Ö-Börse seitwärts notiert.