Autor: Dr. Johann Schlederer
EU-Schweinemarkt: Aufwärtstrend hält an, Osterfeiertage und Grillgeschäft liefern Impulse.
Grillfreundliche Frühlingstemperaturen und Osterfeiertage verspäten sich heuer im Vergleich zu vorangegangenen Jahren um einige Wochen. Gleiches gilt für den üblichen Frühjahrspreisaufschwung, welcher sich EU-weit nun doch vollzieht. Auch das wegen Maul- und Klauenseucherestriktionen ins preisliche Hintertreffen geratene Deutschland hat die Handbremse gelockert und binnen zwei Wochen ein beachtliches Plus von 23 Cent zugelegt. Schon zuvor hatten die übrigen Mitgliedsstaaten in kleineren Schritten aufwärts notiert.
In Österreich fließen seit Wochen schlachtreife Partien glatt und reibungslos ab. Während das Angebot am Lebendmarkt stagniert, ist das Interesse an Schlachtschweinen seitens der Fleischwirtschaft und des Lebensmittelhandels seit Anfang März lebhafter geworden. Supermarktprospekte offerieren zwischenzeitlich das komplette Sortiment von Grillfleisch und Grillartikeln, was den Appetit auf Schweinefleisch vom Grill zusätzlich stimuliert. Vor diesem Hintergrund war das Angebot an der Ö-Börse rasch vergriffen, sodass die Angebotsseite die Notierung um 6 Cent anheben konnte.