Autor: Johannes Gangl B.Sc.
Schlachtreife Schweine sind in ganz Europa gesucht.
Nur der italienische Markt leidet aktuell noch immer an der in den vergangenen Wochen, in großen Mengen importierten, spanischen Fleischmenge. Die in den Nachbarländern anziehenden Preise geben doch auch der dortigen Situation deutliche Signale der Veränderung. In den klimatisch begünstigten Nachbarländern werden Absatzimpulse aufgrund von wärmeren Temperaturen früher erwartet, als nördlich des Alpenhauptkammes.
In Österreich ist die Nachfrage ungebrochen. Rundum wird versucht, die Schlachtkapazitäten auszulasten und sich zu diesem Zweck Ware zu sichern. Nichtsdestotrotz bleibt das Angebot an der Ö-Börse überschaubar. Das Bestreben liegt immer darin, möglichst alle Vermarktungspartner im gewohnten Stil mit Schlachtschweinen, gleichermaßen zu versorgen. Die Schweineschlachtungen sind zwar in den vergangenen zwei Wochen etwas gestiegen, was jedoch der zügigen Schweineanmeldung bei gleichzeitig reger Nachfrage geschuldet ist. Auch das Durchschnittsgewicht ist seit Jahresbeginn um ca. 3,5 kg gesunken. Positiv für den Fleischmarkt ist die auslaufende Skisaison zu bewerten. Strahlender Sonnenschein und steigende Temperaturen bieten eher vormittags gute Pistenverhältnisse. Den übrigen Tag auf den Sonnenterrassen der Berggastronomie verstreichen zu lassen bringt nicht nur gebräunte Gesichter, sondern auch das eine oder andere Schweinefleischgericht auf den Teller. Vor diesem Hintergrund wurde an der Ö-Börse mit +10 Cent auf 1,66 €/kg Basispreis notiert.