Autor: Johannes Gangl B.Sc.
Der Schlachtschweinemarkt tritt sprichwörtlich auf der Stelle. Abermals entspricht in ganz Europa das Angebot in etwa der Nachfrage. Fehlende Impulse im Geschäft mit Schweinefleisch hemmen die Erwartungen, die Aufschläge zu erhöhen. Das reibungslos abfließende Schweineangebot wird jedoch zunehmend knapper. Regional geht die Verfügbarkeit zurück. In den Niederlanden sind die Schweineschlachtungen im ersten Quartal beispielsweise auf dem niedrigsten Stand seit 2009 angekommen. Die deutlich verringerten Schweinebestände sind der Grund, dass 300.000 Schweine weniger, rund 3,73 Mio. als im Vergleichsquartal 2025, geschlachtet wurden. Erfreulich ist anzumerken, dass Deutschland mit Kanada ein Regionalisierungsprogramm verhandelt hat, welches den Export im Seuchenfall ermöglicht.
Die erste volle Schlachtwoche nach dem Osterfest liegt in Österreich im gesamteuropäischen Trend. Trotz des Feiertags vergangener Woche wurden laut ÖFK 73.424 Schweine geschlachtet. Das Angebot wird auch nachgefragt und doch ahnt man ein „zu Ende gehen“ der ausgeglichenen Marktsituation. Das Fleischgeschäft schwächelt noch immer. Zu kühl war der April bisher, um eine maßgebliche Steigerung der Außenaktivitäten erkennen zu lassen. Das knapper werdende Angebot untermauert zumindest die aktuellen Preise und lädt den Marktanalysten zu zaghaften Ausblicken in die kommenden Wochen ein. Vor diesem Hintergrund wurde an der Ö-Börse seitwärts notiert.