Autor: Johannes Gangl B.Sc.
Das verhaltene Wachstum und die deutlich zurückgehenden Anmeldungen wirken sich festigend auf die Preise in Mitteleuropa aus.
Die Überhänge durch fehlenden Zug am Fleischmarkt bauen sich regional unterschiedlich ab. Aus Süddeutschland wird stellenweise von knappen Angebot berichtet. Frische Ware wird zeitnah vermarktet um nicht eingefroren werden zu müssen, wobei generell europaweit von übervollen Lagerbeständen zu hören ist. Lediglich Italien sticht im EU-Vergleich heraus. Dies ist logischer weise der Urlaubszeit zuzuschreiben. Das Angebot ist durch geringe Anmeldungen und zurückgehende Schlachtgewichte ebenfalls mager. Zeitgleich steigt jedoch der Absatz im Handel. Touristen verzehren nun alles was auf Lager liegt oder frisch angeboten wird.
In Österreich ist die Preisrücknahme aus KW 27 alles andere als verdaut. Die Unterdeckung des Produktionszweiges Schweinemast schüren ernsthafte existentielle Ängste. Das Angebot bleibt aktuell zwar überschaubar, kann jedoch trotz schleppendem Absatz im Handel mit Schweinefleisch abgesetzt werden. Aktuell besteht die Schwierigkeit der Schlachtbetriebe aber darin bei ungünstigen Marktverhältnissen ihre Betriebe dennoch auszulasten. Die Urlaubszeit führt im Süden Europas zum Ankurbeln des Marktes. Nördlich der Alpen fehlt Jeder, der seinen Hunger durch Schweinefleisch stillen will. Die Lage ist nicht ausgeglichen aber fester als zuletzt. Vor diesem Hintergrund wurde an der Ö-Börse seitwärts notiert.