Autor: Johannes Gangl B.Sc.
Ausgeglichen zeigt sich der Schweinemarkt in Europa auch diese Woche. Ein stetiges Kaufinteresse bei moderatem Angebot verhindert, dass es durch regionale Unterschiede in der Anlieferung zur Staubildung kommt. Der Fleischmarkt erfuhr unter anderem, durch zu kühles Wetter auch vergangene Woche keine Belebung. International steigende Nachfrage gaben zumindest in Dänemark den Startschuss für anziehende Preise. Gründliche Vorbereitung und Verträge in Friedenszeiten offenbaren erst in der Krise ihre marktentlastende Wirkung. So konnte Spanien, durch den Besuch seines Ministerpräsidenten, die Rolle als wichtigstes Exportland für Schweinefleisch in die Volksrepublik, fast 20 % der spanischen Schweinefleischexporte, stärken.
In Österreich ist die Situation alles andere als einfach. Seit längerem bewahrheiten sich die prognostizierten, zurückgehenden Schlachtschweinemeldungen. Zwar lassen sich die anfallenden Mengen problemlos vermarkten, was jedoch im Moment eher der Auslastung der Zerlegebänder geschuldet ist, als einer regen Nachfrage nach Schweinefleisch. Das Geschäft mit Edelteilen schwächelt seit Wochen. Seitens der Fleischverarbeiter werden zarte Veränderungssignale wahrgenommen. Der Mai, mit etlichen Feiertagen lässt die Schlachtbetriebe im Voraus bereits stöhnen. Für die Verarbeitungsindustrie eine Herausforderung, für den Konsumenten die Chance an den Feiertagen die Griller auszulasten! In dieser, für die produzierende Branche unzufriedenen Marktlage, wurde an der Ö-Börse seitwärts notiert.