Autor: Johannes Gangl B. Sc.
Sinkende Schlachtgewichte und niedrige Angebotsmengen halten sich mit reduzierten Schlachttagen aufgrund der geringen Nachfrage auch diese Woche die Waage.
Der Strukturwandel, welcher in den vergangenen Wochen mehrmals beschrieben wurde, beschleunigt sich und in diesem Zusammenhang zeichnet sich in einigen deutschen Bundesländern, z. B. Brandenburg, bereits eine deutliche Reduktion des Schweinebestandes ab. Zugleich wird seitens der mitteleuropäischen Züchter von Fruchtbarkeitsproblemen aufgrund der hohen Temperaturen berichtet. Die Notierungen gestalten sich im europäischen Überblick gesamt fester.
In Österreich befindet man sich traditionell in einer schwachen Marktsituation. Wie jedes Jahr geht das Angebot an der Schlachthoframpe im Sommer zurück. Kombiniert mit sinkenden durchschnittlichen Schlachtgewichten kann man in der Regel der verhaltenen Nachfrage problemlos gerecht werden. Das Kaufinteresse der Schlächter ist vorwiegend der Auslastung geschuldet. Zu geringe Mengen werden im Geschäft mit Schweinefleisch abgesetzt. In den vergangenen Wochen erfolgten zahlreiche Initiativen, ob Pressemitteilungen oder Beiträge im Fernsehen, die allesamt die Gesellschaft auf die verheerende Situation einer gesamten Branche aufmerksam machen sollten. Heimische Ware zu fordern, soll mit bewusstem Kauf von heimischem Fleisch verbunden sein. In den Preisverhandlungen wird permanent darauf hingewiesen, dass bei dauerhaft tiefem Notierungspreis die zukünftige Auslastung der Schlachtbänder stark gefährdet ist. Vor diesem Hintergrund wurde an der Ö-Börse zähneknirschend seitwärts notiert.