Autor: Johannes Gangl B.Sc.
Europaweit geht der Trend zu festeren bis leicht steigenden Preisen.
Die wesentlichen Gründe dafür sind, dass sich das Gesamtangebot sowohl der Anmeldungen von Schweinen mit geringerem, durchschnittlichem Schlachtgewicht als auch die zurückgehende Einfuhr von Ware aus großen Produktionsländern wie Spanien auswirken. Die dortigen Schlachtgewichte sanken innerhalb von elf Wochen um 10 kg. Entwicklungen von knapper werdendem Angebot verlagern sich nun vom Süden auf ganz Europa. In Deutschland führte dies zum Anstieg der Notierung um 10 Cent.
In Österreich trägt das knappe Angebot ebenfalls zur Entspannung bei. Neben den sinkenden Anmeldungen verringert sich gleichzeitig auch die Menge an Fleisch, die zur Verfügung steht. Das durchschnittliche Schlachtgewicht nähert sich 98 kg. Obwohl bei extremer Hitze die Tageszunahmen gebremst werden und der Hunger aller zurückgeht, die entweder nicht in den Süden verreist bzw. wieder zu Hause sind, ist es paradoxerweise der extreme Sommer, der nun endlich die Marktlage stabilisiert. Die starken Verwerfungen im Handel mit Schweinefleisch fügen sich nun doch dem alten Reglement von Angebot und Nachfrage. Vor diesem Hintergrund wurde an der Ö-Börse mit +10 Cent notiert. Der Ansatz der Preissteigerung ist ein wichtiges Signal, in welche Richtung es gehen sollte.