Autor: Johannes Gangl B.Sc.
Der seit Wochen prognostizierte Preissturz in Deutschland ist heute Wirklichkeit geworden.
Eine unerträgliche Konstellation. Neben der Negativspirale, welche außer Deutschland auch andere Notierungen erfasste, wird diese Entwicklung einen Strukturwandel sowohl auf Erzeuger- und in weiterer Folge auch auf Abnehmerseite beschleunigen. Werden die produzierenden Betriebe weniger, macht die Entwicklung auch vor Schlachtunternehmen nicht halt. Spanien versucht stetig aufgrund des Regionalisierungsabkommens, durch die Afrikanische Schweinepest, Ware im EU-Binnenmarkt abzusetzen, sei es sogar durch nicht mehr vertretbare Tiefstpreise.
In Österreich sank das durchschnittliche Schlachtgewicht in Richtung 98 kg und auch das Angebot fiel nicht zu üppig aus. In der aktuellen Marktsituation sind dies wesentliche Parameter, wodurch ein genereller Gleichschritt mit unserem direkten Nachbarland vereitelt werden konnte. Ein Preisrückgang um 8 Cent war die Folge. Mit dem Ergebnis sind sowohl Abnehmer als auch Erzeuger sicherlich nicht zufrieden. Zum einen vergrößert sich der Preisabstand im internationalen Vergleich, zum anderen treibt es den Deckungsbeitrag der Mäster weiter in den negativen Bereich. In Summe zählen jedoch Kompromisse, um schwierige Zeiten bewältigen zu können. Der Druck innerhalb Europas belastet den Fleischmarkt noch immer immens. Vor diesem Hintergrund wurde an der Ö-Börse mit -8 Cent notiert.